Wo Unterstützung Leben verändert – Direkte Hilfe durch RollOn Austria 2025
Beispiele aus dem laufenden Jahr 2025 (anonymisiert).
Der Ziel- und Tätigkeitsbereich von RollOn Austria liegt schwerpunktmäßig in der Öffentlichkeitsarbeit für Menschen mit Behinderungen.
Durch Sichtbarmachung, Bewusstseinsbildung und politische Arbeit setzen wir nachhaltige Impulse für eine gesellschaftliche Veränderung.
Dank unseres starken, österreichweiten Netzwerkes ist es uns darüber hinaus immer wieder möglich, Menschen mit Behinderungen auch ganz konkret und direkt zu unterstützen. Nachfolgend eine Auswahl jener Unterstützungsleistungen, die im vergangenen Jahr 2025 erbracht wurden.
- Zahlreiche weitere Anfragen bestanden in Beratungen und Weitervermittlungen an die jeweils zuständigen Stellen oder Expert:innen. Diese Fälle werden hier nicht einzeln angeführt.
- Mobilität & Selbstständigkeit: Ein erwachsener Mann mit schwerer, angeborener körperlicher Behinderung wurde bei der Finanzierung eines behindertengerechten Fahrzeugs unterstützt, um selbstständig mobil bleiben zu können.
- Arbeit & soziale Absicherung: Eine kleinwüchsige Person aus Südtirol, derzeit im Krankenstand, wurde hinsichtlich beruflicher Perspektiven und weiterer Vorgangsweise beraten, inklusive Kontaktaufnahme mit der zuständigen Pensionsversicherung.
- Barrierefreiheit im öffentlichen Raum: RollOn Austria setzt sich aktuell für die Umsetzung eines taktilen Leitsystems in einem historischen Stadtzentrum ein, da dieses nach einer Sanierung fehlt. Die Umsetzung ist für Frühjahr 2026 in Aussicht gestellt.
- Betreuung & Inklusion: Beratungsgespräch mit Personen, die künftig Kinder mit Beeinträchtigungen betreuen möchten, inklusive Klärung von Rahmenbedingungen.
- Komplexe Lebenssituationen: Begleitung eines jungen Mannes mit Behinderung in mehreren Lebensbereichen (Wohnsituation, Mobilität, Hilfsmittel, Behindertenpass, Reha, Jobsuche). Erfolg: Der Behindertenpass wurde nach Intervention unbefristet und mit höchstem Grad zuerkannt. In weiteren Bereichen war eine Unterstützung nur eingeschränkt möglich, da notwendige Mitwirkung fehlte.
- Barrierefreier Zugang zu Erinnerungsorten: Unterstützung eines Rollstuhlfahrers, der aufgrund eines Kiesbelags keinen Zugang zum Familiengrab hatte. Eine kurzfristige Lösung wurde umgesetzt, zusätzlich wird an einer nachhaltigen baulichen Lösung gearbeitet.
- Wohnen: Unterstützung einer Familie mit schwer behindertem Kind bei der Suche nach einer barrierefreien Wohnung. Nach mehreren Interventionen wird die weitere Abwicklung nun von der zuständigen Stadtverwaltung übernommen.
- Langfristige Begleitung: Begleitung einer jungen Frau mit Muskelerkrankung über mehrere Jahre. Erfolge im laufenden Jahr: Neuer Behindertenpass inkl. Parkberechtigung. Korrektur einer fehlerhaften Pflegegeldeinstufung (nun höher und unbefristet). Klärung einer fälschlich verrechneten Abgabe. Beratung rund um die Anschaffung eines Assistenzhundes.
- Arbeit & Migration: Unterstützung eines kleinwüchsigen Mannes aus dem Ausland bei der Jobsuche in Tirol, um einen gemeinsamen Wohnsitz mit seiner Ehepartnerin zu ermöglichen. Ein Umzug erscheint realistisch im Frühjahr 2026.
- Behördenverfahren: Beratung zu Behindertenpass, Vergünstigungen und Behindertengrad sowie Interventionen wegen unverhältnismäßig langer Bearbeitungszeiten bei zuständigen Stellen.
- Bildung & Mobilität: Unterstützung einer Allgemeinen Sonderschule beim geplanten Ankauf eines barrierefreien Schulbusses. Erste Spendenzusagen liegen bereits vor.
- Psychosoziale Unterstützung: Beratungsanfrage zur Unterstützung einer betroffenen Person nach einem schweren Schicksalsschlag. Eine weitere Begleitung war nicht möglich, da kein Gespräch gewünscht wurde.
- Geflüchtete Familien: Unterstützung einer geflüchteten Familie mit behindertem Kind bei der Wohnungssuche. Die Begleitung wurde vorübergehend beendet, da mehrere konkrete Angebote nicht angenommen wurden.