Jedes Leben ist einzigartig und wertvoll - Ein Engel kommt nach Elmen

Am Donnerstag, den 12. März 2026, durften wir einen ganz besonderen Moment erleben, der berührt und noch lange nachklingt:

Die 2,30 Meter hohe Engelsskulptur mit gebrochenem Flügel – das weltweit erste „Denkmal für das behinderte Leben“ – macht bis 17. April 2026 Halt in der Gemeinde Elmen, direkt vor der Kirche.

Dieses einzigartige Kunstwerk ist mehr als eine Skulptur.
Es ist ein sichtbares Symbol für Lebenswürde, Mitgefühl und Menschlichkeit – Werte, die uns alle verbinden. Es erinnert uns daran, dass auch das, was oft als „anders“ gilt, voller Licht, Schönheit und Liebe ist.

Dieser Engel trägt eine besondere Geschichte in sich:
Am 5. Juni 2019 wurde er von Papst Franziskus im Vatikan gesegnet. In diesem bewegenden Moment wurde Marianne Hengl, Obfrau von RollOn Austria als Botschafterin für das behinderte Leben ernannt.

👉 Jedes Leben ist einzigartig und wertvoll.
👉 Vielfalt ist keine Schwäche, sondern ein Geschenk.
👉 Mitmenschlichkeit macht unsere Gemeinschaft stark.

Im Rahmen der Begrüßung dieses leuchtenden Denkmals wurde in Elmen ein ganz besonderes Fest der selbstverständlichen Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung gefeiert. Unter dem liebevoll gestalteten Motto „Marianne und die roten Zauberstiefel“ erlebten Kinder einen Tag voller Offenheit, Nähe und gegenseitigem Verständnis.

Mit großer Neugier und ganz ohne Scheu näherten sich die Kinder RollOn-Obfrau Marianne Hengl. Sie durften ihre verkrümmten Hände und Füße bestaunen, ihr spielerisch die Nase „kratzen“ und ihr sogar Wasser mit einem Strohhalm reichen. Was zunächst vorsichtig begann, entwickelte sich rasch zu einer tief berührenden Begegnung: Berührungsängste verschwanden, Fragen wurden offen gestellt, und das Thema Behinderung wurde ganz selbstverständlich und ehrlich angesprochen.

Schon bald wich Marianne Hengl kaum mehr ein Kind von der Seite – ein Zeichen dafür, wie schnell aus Unsicherheit Vertrauen und aus Distanz echte Nähe entstehen kann.

Auch Bürgermeister Markus Sojer zeigte sich tief bewegt von diesem besonderen Miteinander. Für ihn war es ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig solche Begegnungen sind, um Verständnis und Miteinander in einer Gemeinde zu stärken.

Für Marianne Hengl selbst war dieser Besuch in Elmen ein ganz besonderer Moment. „Elmen ist für mich eine echte Vorzeigegemeinde“, betonte sie. „Hier wird Barrierefreiheit nicht nur gedacht, sondern gelebt.“

Elmen – ein Ort gelebter Barrierefreiheit

Die Gemeinde Elmen zeigt eindrucksvoll, wie Inklusion im Alltag funktionieren kann. Barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Gebäuden, durchdachte Wege und ein starkes Bewusstsein in der Bevölkerung ermöglichen es Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Elmen steht damit beispielhaft für eine Zukunft, in der Barrierefreiheit nicht als Zusatz, sondern als Selbstverständlichkeit gesehen wird, freut sich auch ein sehr engagierter GR Klaus Grüning.

Das Fest „Marianne und die roten Zauberstiefel“ hat einmal mehr gezeigt: Es sind die einfachen, echten Begegnungen, die Brücken bauen – von Mensch zu Mensch.

page Elmen